Die Geschichte des Angora-Clubs U139

Der Sonderverein U139 wurde 1946 im Kreisverband Kiel ins Leben gerufen und bekam vom Landesverband das sogenannte Tätozeichen U139.

Der Verein stellte sich die Aufgabe, alle Angorazüchter im Kreisverband Kiel zu erfassen, die Zucht auf Leistung und Schönheit in Gemeinschaftsarbeit schneller voran zu bringen.

Junges farbiges Angorakaninchen

Es war keine leichte Arbeit, die sich der Zuchtfreund Walter Ohrt aus Kiel vorgenommen hatte. Durch den Fleiß der Züchter, die sich dem Verein angeschlossen hatten, wurde diese Arbeit jedoch belohnt. Während die Wollleistung bei Gründung des Vereins bei ca. 300 bis 350 Gramm pro Jahr lag, konnte die Leistung durch planmäßige Züchtung nach nur zwei Jahren schon auf 500 Gramm gesteigert werden.

Nicht nur im Kreisverband Kiel, sondern auch im Landesverband und über die Grenzen hinaus fand die Angoraleistungszucht von vielen Züchtern Beachtung.

Es entstand die Idee, die Züchter von Angorakaninchen auf Landesebene zu erfassen statt wie bisher auf Kreisebene.

Im Sinne der Förderung von Leistung und Schönheit wurden Arbeitsgemeinschaften gegründet. Der Verein U139 welcher bisher auf Kreisebene tätig war, wurde aufgelöst.

Dies war die Geburtsstunde des Angora-Club U139. Das Tätozeichen U139 wurde vom Angora-Club übernommen und so konnten alle Angora Leistungszüchter ihre Kaninchen mit dem selben Tätozeichen kennzeichnen lassen.

Alle Angora Leistungszüchter wurden im Landesleistungs- sowie im Zuchtbuch festgehalten. Ein solches Nachschlagewerk gibt es bisher nur in der Kaninchenzucht.

Die Herdbuchgruppe des Landesverbandes Schleswig-Holstein ist aus diesem Verein entstanden. Die Mitglieder, die sich für die Herdbuchzucht anmelden, werden gerne bei der Gruppe aufgenommen. Der Sonderverein ist die Vorstufe für die Herdbuchzucht.

Am 13.12.1964 gründeten die Angorazüchter aus dem Sonderverein U139 den heutigen Angora-Club U 139. Zum 1. Vorsitzenden wurde Zuchtfreund Klaus Bochentin gewählt. Von 1968 bis 1984 führte Zuchtfreund Theodor Scholl den Angora-Club U 139 als erster Vorsitzender. Von ihm übernahm der bis heute amtierende erste Vorsitzende Günter Mahrt das Amt.

Weisses Angorakaninchen

Das Tätozeichen wurde nicht nur bei uns, sondern auch im Ausland sehr bekannt, da die meisten Tiere, die ins Ausland verkauft wurden, mit U139 gekennzeichnet waren.

Der Leistungsdurchschnitt pro Jahr ist von damals 300 Gramm auf heute bis zu 2000 Gramm und mehr gestiegen. Dies war nur durch den Zusammenschluss aller Angora-Leistungszüchter möglich. Der Pionier dieser Leistung ist Zuchtfreund Walter Ohrt - Gründer des Sondervereins U139.

Der Angora-Club U 139 Angora Leistungs- und Herdbuchzüchter Schleswig-Holstein hat zur Zeit 18 Mitglieder.